Ich wünsche mir ein glutamat-freies neues Jahr

Ein kleiner Teil meiner GewürzeIch bin leider einer der vielen Menschen, der allergisch auf Glutamat reagiert. Das kann man am heimischen Herd gut in den Griff bekommen, aber dazu kommt, dass ich neben der eigenen Kocherei auch gerne Essen gehe. Und dies auch nicht immer in Spitzenrestaurants, sondern vielleicht einfach mal beim Asiaten um die Ecke oder mal zum Schnitzelessen mit Pommes in einer Dorfkneipe. Wie man das halt mal so macht.

Leider kochen einfach sehr viele Restaurants – ganz zu schweigen von den Privathaushalten – mit Glutamat, viel Glutamat. Dieses Zeug kann man wohl überall dran machen, um Gewürze, die natürlich teurer sind, zu sparen. Ich bin natürlich nun schon vorsichtig bei der Auswahl meiner Speisen, aber auf alle Verwendungsmöglichkeiten von Glutamat kommt man einfach nicht. Z.B. denkt man nicht unbedingt daran, dass man Glutamat auch auf Pommes streuen kann und zwar in einer sehr üppigen Menge, denn eigentlich reicht ja Salz mit evtl. etwas Paprika aus – wie ich finde.

Nun könnte man denken, Mensch, Melanie, dann sage das doch einfach bei der Bestellung dazu: “bitte für mich glutenfrei “. So schlau bin ich auch schon, aber das klappt nicht, denn zwischen Service und Küche geht vieles an Informationen verloren und mitunter wissen nicht alle Mitarbeiter der Küche, wo überhaupt das Teufelszeug enthalten ist.

Ich selbst merke es dann nach gewissen Dosen der Einnahme recht schnell und verabschiede mich dann zügig auf die Toilette oder muss auf der Rückfahrt in die Büsche. Nicht sehr angenehm und schmerzhaft. Deshalb bitte ich einfach alle: “Kocht weniger mit Glutamat!!!” Das Zeug ruft Allergien hervor, ist ungesund und macht auch noch abhängig, denn bei Kindern, die viele Speisen mit Glutamant essen, wurde festgestellt, dass sie häufig normal und gesund gewürzte Speisen komplett ablehnen.

Also: Unterstützt alle Produzenten von schönen leckeren Gewürzen, es gibt so viele tolle davon wie z.B. Salz, Pfeffer, leckere Curry-Mischungen bis hin zu Wachholderbeeren, Vanille- oder Chilischoten, Ingwer und Zimt sowie frische Kräuter! Das Geld und die Arbeit sollte es sowohl jedem Restaurantkoch oder auch der Mama am Herd wert sein (Liebe Mama’s, vergesst die Tüten, Würfel und Aromatstreuer, klassisches Würzen ist eigentlich ganz einfach und viel gesünder – bzw. schrenkt zumindest die Verwendung ein!).

Melanie Licht
melanie@blandas.de
7 Comments
  • Petra
    Posted at 17:55h, 11 Januar Antworten

    Mich verwirrt dein “bitte für mich glutenfrei“ in diesem Beitrag. Gluten (Weizenkleber) hat mit Glutamat ja nun überhaupt nichts zu tun.

    Glutamat ist übrigens in vielen Lebensmitteln von Haus aus enthalten – in hoher Menge z.B. in Parmesan. Siehe auch http://www.glutamat.info/media/Glutamat_in_lebensmitteln.asp

  • kulinaria katastrophalia
    Posted at 22:23h, 11 Januar Antworten

    Offensichtlich scheint es Unterschiede zwischen Glutamatzusätzen und natürlich vorkommenden Glutamat zu geben. Von ersteren sind Kopfschmerzerscheinungen zu Tage getreten und letzte machen einfach nur angenehm süchtig. An Imbisskost ist leider schon des Öfteren in der Joghurtsauce das zugesetzte Zeug enthalten (spätestens nach 20 Minuten macht sich das bemerkbar). Sollte wirklich verboten werden.

  • Melanie
    Posted at 12:27h, 18 Januar Antworten

    @Petra: Sorry, dass ich noch nicht geantwortet habe. Stimmt, Du hast vollkommen Recht. Mein Fehler. Ich habe es bereits gleich geändert. Danke dafür!

  • Pingback:Natürliches Glutamat: Umami die fünfte Geschmacksrichtung | neue/ess/klasse
    Posted at 11:23h, 22 Januar Antworten

    […] vor ein paar Tagen habe ich zum Thema Glutamat gebloggt. Damals ging es mir um das Thema “künstliches Glutamat” (E620), das in […]

  • Pingback:Laktoseunverträglichkeit: Ohje | neue/ess/klasse
    Posted at 16:50h, 17 Juni Antworten

    […] habe ich vorher nie einen Gedanken verschwendet. Ich konnte – bis auf Glutamat – immer alles essen, was ich wollte und wann ich es wollte. Schwelgen in Zutaten und nun das: Evtl. […]

  • Pingback:Laktoseunverträglichkeit: Ohje |
    Posted at 18:02h, 17 Juni Antworten

    […] habe ich vorher nie einen Gedanken verschwendet. Ich konnte – bis auf Glutamat – immer alles essen, was ich wollte und wann ich es wollte. Schwelgen in Zutaten und nun das: Evtl. […]

  • Pingback:Natürliches Glutamat: Umami die fünfte Geschmacksrichtung
    Posted at 11:28h, 28 April Antworten

    […] vor ein paar Tagen habe ich zum Thema Glutamat gebloggt. Damals ging es mir um das Thema „künstliches Glutamat“ (E620), das in […]

Post A Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.