neue-ess-klasse. Foie Gras Ravioli mit Morcheln

Ein Genuss: Selbstgemachte Ravioli gefüllt mit Foie Gras (Gänseleberpastete) in leichtem Morchelrahm

Ja, ich weiß: Foie Gras, also Gänseleberpastete, ist so eine Sache. Wie werden die Gänse behandelt, gar gemein gestopft? Wir gönnen uns einmal im Jahr diesen Hochgenuss, Foie Gras zu essen. Ich bestelle sie immer bei meiner Feinschmecker-Freundin Martina von City and more, weil ich mir da sicher bin, dass sie mir eine Gänseleberpastete in höchster Qualität besorgt, für die die Gänse zu Lebzeiten nicht leiden mussten. So auch in diesem Jahr. Ich hatte aber mit der Foie Gras diesmal etwas anderes vor, als sie pur mit Weingelee und Brioche oder auf Rinderfilet zu essen: Es gab unsere Foie Gras in Ravioli verpackt zusammen in einem leichtem Morchelrahm – das hatte ich mal in Frankreich gegessen und wollte schauen, ob ich es nachkochen kann. Es war wirklich lecker :-). Hier mein Rezept:

Zutaten für 6 Portionen als Vorspeise

Für den Nudelteig:
120g Hartweizengrieß
80g Mehl
2 Eier
eine Prise Salz
zusätzlich Hartweizengrieß für später zum Verarbeiten
1 Eiweiß zum Ravioliverkleben

Für die Füllung:
ca. 200g Foie Gras (Gänseleberpastete)

Für die Sauce:
10-15g getrocknete Morcheln
1 Schalotte
1 Schluck trockenen Wermut
150ml. süße Sahne
ca. 2 Teel. kalte Butter
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

 

Hartweizengrieß auf die Arbeitsplatte geben, Mehl darüber sieben. Eine Mulde in die Mitte drücken und die beiden Eier und die Prise Salz dort hineingeben. Die Zutaten zu einem homogenen Teig verarbeiten. Je besser Ihr knetet, desto besser werden die Nudeln! Den Teil in Klarsichtfolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank erkalten lassen. Nun den Teig mit der Nudelmaschine dünn (bei mir ist es bis zur Stufe 5) nach und nach zu Bahnen ausrollen. Den Teig immer wieder mit Hartweizengrieß leicht bestreuen, dann klebt’s nicht. Mit einem Ravioliausstecher oder Glas Ravioli ausstechen. Die Ravioli mit einem Stückchen Foie Gras füllen und mit Eiweiß die Ränder miteinander verkleben.

Für die Sauce die Morcheln mindestens 15 Minuten mit kochendem Wasser übergossen ziehen lassen und die Schalotte fein würfeln. Danach die Schalottenwürfel in etwas Butter in einem Topf anschwitzen, die Morcheln dazugeben. Mit Wermut (Noilly Prat) ablöschen und einkochen lassen. Nun mit der Sahne aufgießen und einköcheln lassen (ca. 15 Minuten). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit kalter Butter leicht binden.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Ravioli ins kochende Wasser geben und dann – nicht mehr kochend – wenige Minuten (3-4 Minuten) ziehen lassen. Nun die Ravioli mit einer Schaumkelle aus dem Topf nehmen und auf vorgewärmten Tellern verteilen. Zuletzt die Morchelsauce darüber geben. Sofort servieren und genießen.

 

Melanie Licht
melanie@blandas.de
3 Comments
  • Monika
    Posted at 13:14h, 12 Januar Antworten

    Hallo Melanie,
    hab schon einige Rezepte hier vom Blog nachgekocht. Waren alle sehr gut. Aber dass man Gänseleberpaste (in Ravioli) mit Genuss essen kann, kann ich nicht verstehen. Hast du schon einmal gesehen, wie die Tiere für diese “Delikatesse” leiden müssen? Liebe Grüße
    Monika

    • Melanie
      Posted at 08:30h, 14 Januar Antworten

      @Monika: Das stimmt. Umso wichtiger ist es erstens auf eine äußerst hohe Qualität zu achten, damit die Tiere nicht gequält werden. Darauf achte ich und außerdem ist es ein ganz besonderes Lebensmittel, das wir nur einmal im Jahr zu Weihnachten genießen.

  • Sandra
    Posted at 21:36h, 06 Februar Antworten

    Es gibt keine Stopfleber, für die die Tiere nicht gelitten haben!!!!!! Damit die Leber verfettet, müssen die Tiere zwangsernährt werden. Ich würde gerne wissen wo und wie du dich informierst? Warst du in dem Betrieb und hast zugeschaut, wie die Tiere gemästet werden?

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