Mitbringsel: Topinambur-Créme-Brûlée mit selbstgemachten Frühlingsrollen

Vom Kochbuch “Vegetarisch für Fleischesser” und den tollen Rezepten habe ich bereits berichtet. Als Mitbringsel zu einem geselligen Abend bei meiner Freundin habe ich mich für eine “Topinambur-Créme-Brûlée mit Kumquats-Caesar’s-Salad-Frühlingsrollen” aus diesem Kochbuch entschieden. Ich liebe es, wenn Freunde für meine neuen Rezepte Versuchskaninchen spielen ;-). Das Feedback war durchweg positiv und ich werde diese leckere Vorspeise sicherlich wieder kochen. Hier das Rezept mit ein paar Anmerkungen meinerseits:

Zutaten für 4 Portionen

100g Topinambur geschält und in kleine Würfel geschnitten
200ml naturtrüben Apfelsaft
200ml ungesüßte Kokosmilch
100ml Orangensaft
3 Eigelb – davon ein Eiweiß für die Frühlingsrollen beiseite stellen
1/2 Teelöffel Currypulver, Salz (und Zucker – würde ich das nächste Mal weglassen) zum Würzen
ca. 50g brauner Zucker zum Abflämmen

6 Kumquats
2 Salatherzen (eins hat mir locker gereicht)
1 rote Zwiebel
2 Scheiben Toastbrot
10g frisch geriebenen Parmesan
20g Sauerrahm
1/2 Zitrone
8 Blatt Frühlingsrollenteig
Salz und Zucker

Pflanzenöl (z.B. Rapsöl) und einen Teel. Butter

Zubereitung

Ofen (Ober- und Unterhitze) auf 120 Grad vorheizen. Die Topinambur-Würfel in etwas Rapsöl anbraten, das Currypulver hinzugeben (steht zwar so nicht im Rezept, aber irgendwo muss das Currypulver ja hin, wurde wohl vergessen) und salzen, mit der Kokosmilch, Apfel- und Orangensaft ablöschen und bei mittlerer Hitze etwa auf die Hälfte einkochen lassen. Ist der Topinambur schön weich (nach ca. 15 Minuten), die Mischung pürieren und durch ein Sieb streichen, so dass eine schöne homogene Masse übrigbleibt. Sofort mit den drei Eigelb mischen, mit Salz abschmecken und in vier kleine Förmchen verteilen. Die Förmchen in eine Schale setzen und die Schale mit Wasser füllen, so dass ca. 2/3 der Förmchen im Wasser stehen. Das Ganze ca. 45 – 60 Minuten im Ofen bei 120 Grad stocken lassen. Im Rezept stehen leider keine Garzeiten drinnen und gegart wird auch nur bei 90 Grad. Das hat bei mir gar nicht funktioniert, so dass ich eine klassische Créme-Brûlee-Garmethode gewählt habe.

In der Zwischenzeit die Frühlingsrollen vorbereiten. Dazu das Toastbrot entrinden, in Würfelschneiden und in Pflanzenöl und etwas Butter goldgelb anbraten. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Nun das Dressing aus dem Sauerrahm, dem Saft der halben Zitrone und dem geriebenen Parmesan zusammenrühren. Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Die Kumquats vierteln und die Kerne herausschneiden, in Scheiben schneiden. Die Zwiebel würfeln. Beides zusammen in einer Pfanne mit Pflanzenöl anbraten und danach das Dressing unterrühren. Die Salatherzen in feine Streifen schneiden – 2 Hände voll reichen Euch! Das Dressing und die Toastbrotwürfel über den Salat geben und durchmischen. Evtl. noch mit etwas Salz abschmecken. Die Frühlingsrollen-Teigblätter nach Packungsanleitung mit Wasser befeuchten und auf einem feuchten Geschirrtuch ausbreiten. Nun eine Frühlingsrolle nach der anderen mit der Salatmischung füllen und gut einrollen. Ich habe jeweils den äußeren Rand jedes Frühlingsrollen-Teigblattes mit Eiweiß bepinselt, so dass sie besser zusammengeklebt haben. Die Frühlingsrollen in Pflanzenöl in einer Pfanne von allen Seiten goldgelb ausbacken kurz bevor die Créme Brûlee fertig gegart ist.

Die Créme Brûlee aus dem Ofen nehmen und jedes Förmchen mit etwas braunem Zucker bestreuen, diesem mit einem Bunsenbrenner oder Créme Brûlee-Brenner karamellisieren. Zusammen mit den Frühlingsrollen sofort servieren. Guten Appetit!

Ich habe dem Original-Rezept aus dem Buch noch einige Anmerkungen und Anpassungen hinzugefügt. Denn leider fehlten das Zufügen des Currypulvers und insgesamt die Garzeiten. Das ist schade, denn man ist sicherlich als ungeübter Koch dadurch etwas verunsichert.

Melanie Licht
melanie@blandas.de
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