Neu in meiner Küche: eine Tajine – erstes Rezept Lammhackbällchen mit Koriander und Minze

Wenn eine Anschaffung in meiner Küche sich im letzten halben Jahr gelohnt hat, dann diese: meine Tajine! Ich habe lange nach einer geschaut, die auch auf einem Induktionsherd funktioniert und mir gefällt. So wurde es am Ende die Tajine von Le Creuset, die ich auch noch günstiger im Outlet in Roppenheim erstehen konnte. Vor Ewigkeiten hatte ich mir schon das passende Kochbuch dazu gekauft: Ghillie Basan: Tajine Würzige Eintöpfe aus Marokko. Mir viel es richtig schwer, das erste Rezept rauszusuchen. Ich entschied mich für Lammhackbällchen, die es mit Couscous gab. Hier das Rezept, wie ich es dann umgesetzt habe, denn ich habe die Zitronenspalten weggelassen und es aus Lammfleisch gemacht.

Zutaten für 4 Portionen

Für die Bällchen, genannt Kefta:
500g Lammhack (ich habe Fleisch aus der Keule gekauft und es frisch zweimal durch den Fleischwolf gedreht)
1 nicht allzu kleine Zwiebel fein gehackt
zum Würzen der Bällchen: je einen gehäuften Teel. Zimtpulver, gemahlener Kreuzkümmel, gemahlener Koriander, 1/2 Teel. Cayennepfeffer, Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
1/2 Bund glatte Petersilie fein gehackt

Für die Sauce:
Je einen Essl. Ghee oder Butterschmalz und Olivenöl
1 Zwiebel gehackt
3 Knoblauchzehen, halbiert und zerdrückt
1 Stück Ingwer, daumengroß, ganz fein gehackt
1 Chilischote oder wer mag mehr, fein gehackt
Saft einer Zitrone
Je einen halben Bund Koriandergrün und Minze gehackt
zum Würzen der Sauce: Salz, schwarzen Pfeffer, Kurkuma (ich habe Currypulver genommen, da ich kein Kurkumapulver da hatte)

Zubereitung

Meine Tajine im Einsatz.

Das Hackfleisch zuerst in eine Schüssel geben und kräftig durchkneten und schlagen. Das ist wichtig, damit das Hack später zusammen hält, denn es kommt kein Ei oder Semmelbrösel hinein. Nun die Zwiebelwürfel, Gewürze und Petersilie hinzugeben und alles mehrere Minuten gut durchkneten. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Cayennepfeffer kräftig abschmecken. Kleine Bällchen daraus formen. Damit sie gleich groß werden, am besten mit dem Eisportionierer Kugeln abstechen. Es sollte etwa 16 Bällchen ergeben.

Nun kommt die Tajine zum Einsatz! Ihr könnt das Gericht natürlich auch in einer Pfanne mit Deckel zubereiten, aber irgendwie wird es in der Tajine anders… Keine Ahnung wieso. Die Dampfentwicklung unter dem gewölbten Deckel ist einfach anders. Ghee und Olivenöl in der Tajine erhitzen. Zwiebel-, Ingwer- und Chiliwürfel hinzugeben und andünsten, bis sie Farbe nehmen. Etwas später den Knoblauch hinzugeben. Kurkuma bzw. in meinem Fall Currypulver zusammen mit 300 ml Wasser und die Hälfte des gehackten Koriander und der Minze  dazugeben. Alles mit geöffnetem Deckel aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und ca. 10 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Danach die Hackbällchen vorsichtig in den Sud in die Tajine setzen und zugedeckt weitere 15 Minuten bei nicht allzu großer Hitze pochieren. Zwischendurch einmal die Lammbällchen wenden.  Danach den Zitronensaft hinzugeben, salzen und pfeffern und noch weitere 10 Minuten bei geschlossenem Deckel zu Ende garen. Zum Schluss mit der restlichen Minze und dem Koriander bestreuen.

Dazu passt Reis, aber natürlich noch besser Couscous. Dazu den Couscous (400g sollten reichen) in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, dass Ihr mit etwas Salz würzt, so dass der Couscous mehr als ein Finger breit bedeckt ist. Nun einfach ziehen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern. Meint Ihr es besonders gut mit Eurem Couscous, könnt ihr ihn mit etwas Olivenöl beträufeln, mit kleinen Butterflöckchen bestreuen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze im Backofen noch einmal 10 Minuten gratinieren.

Melanie Licht
melanie@blandas.de
1 Comment
  • Pingback:Aus der Tajine: Seeteufel und Garnelen mit Harissa und Fenchel in leckerer Sauce
    Posted at 15:02h, 23 Mai Antworten

    […] Meine Tajine, ich liebe sie. Auch dieses Rezept kann man natürlich auch in einer tiefen Pfanne mit Deckel machen, aber in der Tajine wird es einfach besser, finde ich. Es geht schnell und schmeckt einfach super lecker. Ich habe es in diesem Fall mit Garnelen und Seeteufelfilet gemacht. Super klappt es aber auch, wenn Ihr noch einige Miesmuscheln hinzunehmt. So geht’s […]

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