Die Küchenchefs sind auf Vox gestartet

Wie bereits hier erörtert, hat mich das Vorgehen von RTL 2 und Vox bei der Verwandelung der ehemaligen Kochprofis in die Küchenchefs verwundert. Auf RTL 2 sind nun die Kochprofis der „next Generation“ unterwegs. Und Vox hat die Original-Kochprofis nun als Küchenchefs sonntags im Programm. Leider ist Stefan Marquard nicht mehr mit dabei – und ich muss es noch mal betonen: SCHADE.

Übrigens: Wirklich verwirrend wird die ganze Geschichte noch dadurch, dass montags nach den „neuen“ Kochprofis, die um 20.15 Uhr aufkochen, um 21:15 Uhr noch Folgen der „alten“ Kochprofis laufen. Sehr seltsam, wenn mich jemand fragt. Es fragt mich aber keiner :-).

Am Sonntag konnten wir nun die erste Folge der Küchenchefs verfolgen. Im Grunde war es wie immer: Baudrexel, Zacherl und Kotaska kamen, sahen, meckerten und siegten. Und das innerhalb von nur 2 Tagen Betreuungszeit. Sie behaupten zwar im Trailer, sie bleiben bis der Laden wieder läuft. Aber eigentlich ist es wie immer nur der klassische Ablauf, den wir schon von den Kochprofis kennen: Grausames Probeessen, großes Fertigmachen, ab ins Auto, schnell ein Konzept gemacht, Kochjacken an, ein Abend volles Restaurant und „die Kochprofis sind raus“. Also eine konzentrierte Werbeaktion für das jeweilige in eine Schieflage geratene Restaurant.

Drei Dinge sind nun bei den Küchenchefs dennoch neu:

1. Das Auto: Es ist diesmal ein aufgemotzter Oldtimer, den ein anderes Vox-Format, „auto mobil“, am Sonntagnachmittag restaurieren durfte. Der Clou ist eine integrierte Küche. Dieser Ford Transit ersetzt den neuen Mercedes Benz der alten Folgen. Ist das ein Aufstieg für Baudrexel & Co.? Eine Gegenfete? Vielleicht ja. Aber besser? Cooler? Hmmm. => Übrigens: In der zweiten Folge gab es ein neues Auto…

2. Die Küchenchefs kommen einige Zeit nach ihrer Restaurant-Mission noch mal in der Wirkungsstätte vorbei, fragen nach und klopfen ein paar Sprüche, wie toll es war. Dazu sage ich: Das äußerst erfolgreiche Konzept von „Rach – der Restauranttester“ lässt grüßen.

Ich muss allerdings an dieser Stelle mal eine Lanze für Rach brechen. Rach und seine Sendung sind einfach glaubhaft. Man hat als Zuschauer wirklich den Eindruck, dass er den Gastronomen helfen will. Immerhin ist er statt nur 48 Stunden eine Woche an Bord. Auch sein „Nachsorge“-Besuch scheint wirklich authentisch zu sein. Denn er zeigt auch, wenn sein Konzept nicht aufgegangen ist. Das bleibt bei den Küchenchefs, die eher “quick and dirty” unterwegs sind, abzuwarten.

3. Neu scheint auch zu sein, dass man ab und zu neben dem Koch-Coaching auch andere Register zieht. Diesmal gab es ein kleines Teamtraining. Dies erinnert etwas an die „Super Nanny“.

FAZIT: Küchenchefs = Kochprofis + etwas von Rach + ein Hauch Super Nanny + Oldtimer – Stefan Marquard
Eine Senderfamilie (RTL, RTL 2 und Vox) nutzt ihr kollektives Know-how :-).

Naja: Hauptsache dem Sting geht es gut.

Sting geht es gut

Kleiner Nachtrag: Einen “Küchenchef”-Aufkleber bekommt das betreute Restaurant am Ende auch noch verliehen.


Melanie Licht
melanie@blandas.de
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